Autorin    
 

Spiel mit der Sprache

Als freie Journalistin, Texterin und Konzeptionerin kann ich das Spiel mit der Sprache und der Fantasie natürlich nicht so ausleben, wie ich es gerne täte. 
Aber wenn ich Geschichten schreibe, Märchen, Theaterstücke oder auch einen Roman, sind meiner Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt und ich fühle mich frei. Mir stehen unzählige Möglichkeiten offen, Gehörtes, Erdachtes und Tatsachenberichte zu einem neuen Ganzen werden zu lassen und dabei auch noch das mit einzubeziehen, was meine innere Stimme zu erzählen hat. 
Da ich vorher selber nie weiß, was letztendlich aus dieser Mischung wird, ist es auch für mich immer wieder spannend, das Ergebnis zu lesen – manchmal wird es zu einer Art Offenbarung.

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Enthüllungen im Mittelformat

„... ich hatte zu erkennen, dass wir im Grunde immer noch zwei Fremde füreinander waren. Uns verband das Verlangen nach beruflicher und sexueller Erfüllung. Wir teilten den gleichen Geschmack, zumindest in den meisten Dingen des Lebens, aber uns fehlte das Wesentliche – keiner von uns hatte den anderen ins eigene Herz blicken lassen.”
Zu dieser traurigen Einsicht gelangt Jörg Zadek, nachdem er versucht, das plötzliche Verschwinden seiner Frau mit verschiedenen merkwürdigen Ereignissen der letzten Tage in einen folgerichtigen Zusammenhang zu bringen. Und er taucht in ihre Vergangenheit ein, um dort eine Antwort auf seine Fragen zu finden ...
... damit beginnen die sieben turbulentesten und gleichzeitig spannendsten Tage eines Mannes, der jahrelang fest davon überzeugt war, beruflich und privat alles im Griff zu haben.

 

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Enthüllungen im Mittelformat
mit Bildern von Walter Bauer, Nürnberg

Leseprobe Roman
Wenn Bilder der Vergangenheit
zu Zeugen der Gegenwart werden

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„Wo haben Sie Ihren Lebensberechtigungsschein?” Neben mir stand ein Mann in einem Nachthemd und rosafarbenen Pantoffeln mit hohen Absätzen. Seine lächerliche Erscheinung schien ihm selber entgangen zu sein, denn er verzog keine Miene. Das einzige, was zu seinem strengen Auftreten passte, war seine Kopfbedeckung. Sie musste der krönende Abschluss einer Uniform aus dem 19. Jahrhundert gewesen sein. Bei diesem Mann passte nichts zusammen und ich musste an ein Spiel denken, mit dem ich mich als Kind häufig beschäftigt hatte.

Es bestand aus Karten, von denen man immer drei zusammenlegen musste, bis sie eine Person ergaben. Der Spaß an der Sache war der, dass jeder Kopf, mit jedem Ober- und mit jedem Unterkörper kombiniert werden konnte, so dass sich je nach Lust und Laune die kuriosesten Typen kreieren ließen. Nun musste wohl jemand eine dieser Gestalten zum Leben erweckt und zu mir geschickt haben. Nur verstand ich beim besten Willen nicht, was diese Witzfigur von mir wollte. Wonach sollte ich suchen?

Um Zeit zu gewinnen, kramte ich in meinen Hosentaschen und beförderte alle möglichen Dinge hervor, unter anderem eine zerbrochene Zahnbürste, deren Borsten bereits ziemlich heruntergewirtschaftet waren, eine Muschel, ein Taschenmesser, einen zerknüllten Einkaufszettel und ein Stück Kreide.

Der Mann wurde ungeduldig und sprach irgendetwas von eliminieren und alles müsse seine Ordnung haben. Dann drehte er sich um und verschwand. Aus der Ferne hörte ich, wie er sich mit einem anderen Mann unterhielt, aber ich konnte nichts verstehen. Die Stimmen wurden deutlicher und plötzlich war ich hellwach.

Ich musste das öffnen der Haustür nicht mitbekommen haben, so dass ich erst jetzt wahrnahm, dass ich nicht alleine war. Die Männer aus meinem Traum hatten sich in die Wirklichkeit geschlichen und sprachen nun im Erdgeschoss miteinander. Einer von ihnen war Markus, die Stimme des anderen konnte ich keiner mir bekannten Person zuordnen, obwohl mich das seltsame Krächzen an einen Arzt erinnerte, den ich vor Jahren einmal betreut hatte...

Sie können den Roman mit Fotos von Ute Treuheit und Bildern von Walter Bauer auch direkt bei mir bestellen, auf Wunsch handsigniert und mit persönlicher Widmung
ISBN 3-89014-230-3
19,80 € incl. Versandkosten

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Du bist so nah...
...wenn es Dich gibt

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Mit Bildern von Christa Stiegler, Ansbach

... Da bekamen ihre dunklen Augen ein wunderbares Leuchten und sie erzählte mir von ihrer Liebe zu einem Mann, der in ihrem Leben nicht wirklich existiert hatte, dem sie aber jahrelang in ihren Träumen begegnete und den sie bedingungslos lieben durfte.

... Ich weiß bis heute nicht, ob das, was sie mir erzählte wirklich passiert war oder in ihrer grenzenlosen Phantasie entstand, während sie mit mir sprach. Aber es hatte mich tief bewegt und mich seither nie mehr losgelassen.

... Ich habe ihre Gedanken und Erlebnisse in Form von Gedichten niedergeschrieben – als wären sie von ihr selbst. Schade, dass sie dieses Buch nicht mehr lesen kann.

Leseprobe Lyrikband
Im Traumland der Wirklichkeit

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Ich war ein ganz normaler Mensch,
bis ich eines Tages zu träumen begann.

Die Träume wurden faßbar,
sie wurden real und ließen mich spüren,
was es heißt, wirklich zu lieben.

Ich schaute den zwei Liebenden zu,
ihrer bedingungslosen Leidenschaft,
ihrer unendlichen Zärtlichkeit –

einer von ihnen war ich ...

Sie können den Lyrikband mit Bildern von Christa Stiegler
auch direkt bei mir bestellen, auf Wunsch handsigniert
und mit persönlicher Widmung
ISBN 3-89014-127-7
15,24 € incl. Versandkosten